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Weitere Infos unter:
www.legasthenie-therapie.de

e-mail:
institut [at] legasthenie-therapie-muenchen.de

Quantitative Erfolgsentwicklung unserer therapierten Kinder

Es handelt sich bei den folgenden Ausführungen um die messbaren Leistungsaspekte einer Therapie:

  • Veränderung der Prozentränge der Schreibtests

  • Therapiedauer

  • Anzahl der therapierten Kinder

Vorbemerkung:

Die vorliegende Erfolgsstatistik bezieht sich nicht auf die Fortschritte im qualitativen Bereich des Fehlerabbaus (wenn ein Fehlertyp erfolgreich bearbeitet worden ist, kommt dies nicht zur Geltung, wenn das Kind z.B. die Groß-/Kleinschreibung noch nicht beherrscht). Die vorliegende Statistik gibt auch keine Auskünfte über die Fortschritte im Bereich der psychosozialen Entwicklung (Konzentrationsleistung, Motivation, Selbstdefinition, Agieren im schulischen Kontext ....). Beide Bereiche sind wesentlich bei der Beurteilung einer Therapie und werden in den Anfangs-, Weiterführungs- und Abschlussgutachten ausführlich besprochen. Eine Quantifizierung erscheint uns nicht sinnvoll.

Quantitative Erfolge:

Es wurden die Daten von 1005 Kindern mit Lese- und/oder Rechtschreibschwierigkeiten ausgewertet, deren Therapie bereits abgeschlossen wurde. In die Auswertung wurden auch Kinder einbezogen, deren Förderung über andere Ämter erfolgt oder deren Eltern sich entschlossen haben, die Therapie ohne Förderung durchführen zu lassen.
 
Die durchschnittliche Verweildauer der Kinder im Institut betrug 65,2 Kalenderwochen. Dies bedeutet eine Therapiedauer von einem Jahr und ca. 3 Monaten, also etwa 1 ¼ Jahre. Therapieunterbrechungen und Stundenausfall sind in die Therapiedauer mit eingerechnet.
 
Die statistische Größe „Prozentrang“ ist der Vergleich der individuellen Schreibleistung mit der Schreibleistung der Gleichaltrigen, pro Hundert ausgedrückt (PR von 17 bedeutet: 83 % verschriften besser). Die Schreibkompetenz wird mit anerkannten, aktuell gültigen Rechtschreibtests festgestellt.

Erfolgsstatistik I:

Erfolgsstatistik II:

Es wurden 1005 Kinder in die Auswertung einbezogen. Der durchschnittliche Mittelwert des Anfangstests beträgt 12,53 Prozentpunkte. Die Kinder, individuell betrachtet, differieren sehr. Der Mittelwert des Schlusstests beträgt 44,04 Prozentpunkte. Die Steigerung um durchschnittlich 31,51 Prozentrangpunkte drückt also die gemittelte Erfolgsleistung unserer Therapie aus und ist vor allem vor dem Hintergrund einer relativ kurzen Therapiedauer von 1 ¼ Jahren Ausweis der Effektivität der Arbeit an unserem Institut.
 
Bei Betrachtung der Erfolgsstatistik II kommen die individuellen Steigerungen/Fortschritte der therapierten Kinder zum Ausdruck:
 
Bei 20 Kindern (2,0 %) konnten quantitativ keine Erfolge erzielt werden. Die Prozentränge haben sich negativ entwickelt. Die Gründe hierfür müssen individuell betrachtet werden: Bei Kindern/Jugendlichen, die während der Therapie eine bestimmte Altersgrenze überschreiten, wird als Abschlusstest der RST-ARR angewandt, der als sehr schwerer Test einzustufen ist. Vereinzelt können Kinder während der Therapie nicht motiviert werden. Dies kann Gründe in den familiären Verhältnissen, aber auch in der individuellen Situation des Kindes haben.
 
Der Normalfall ist jedoch eine erhebliche Steigerung der Rechtschreibleistungen der therapierten Kinder. Die Steigerungen betragen bis zu 95 %. Wie aus der Tabelle zu ersehen, sind die quantitativen Steigerungen sehr unterschiedlich. (Im Mittel siehe Erfolgsstatistik I: 31,51 %)
 
Zusammenfassung: Auch den quantitativen Daten allein sind die Therapieerfolge unseres Instituts zu entnehmen. Die Erfolge sind sicher den hohen qualitativen Ansprüchen des Instituts und der stabilen und guten Zusammen- und Mitarbeit unserer TherapeutInnen zu verdanken. Die langjährige Mitarbeit unserer TherapeutInnen und die gute qualitative Aus- und Fortbildung und die Philosophie unseres Instituts können diese Erfolge sicherstellen.

Stand April 2014


Edeltraud Zwickl
Institutsleitung

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